Saint Antique - Dekoratives und Schmückendes
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Natahaly Götz
Saint Antique
Schützenstr 12
86949 Windach
 
Steuer Nr. 131/221/50113
Die Story über uns
 
Klosterleben mal ganz anders…
 
Unser kleines, perfekt renoviertes Reihenhaus in München platzte mit dem vierten Kind aus allen Nähten, es war an der Zeit sich nach einem größeren Zuhause umzusehen. Die Suche verlief sehr unbefriedigend. Alle Immobilien erwiesen sich als zu klein oder zu teuer und selbst mit viel Fantasie hatten die zumeist angebotenen  60er- bis 70er-Jahre-Bauten nicht das Potential sich in ein gemütliches, charmantes Heim verwandeln zu lassen.
 
 
Ein altes Klosterrefugium der Benediktinermönche zu St. Ottilien in Windach nahe dem Ammersee weckte schließlich unsere Neugier. Beim ersten Besichtigungstermin war uns bereits klar „Das ist es“: Der verwunschene Garten und der großzügige Grundriss des Hauses mit integrierter Kapelle, die noch bis in die 70er Jahre zum öffentlichen Gottesdienst lud, überzeugten uns sofort.
 
 
Das einst von bis zu zehn Klosterbrüdern geführte, 1915 im schlichten Stil erbaute Refugium mit seinen über drei Meter hohen Räumen im Erdgeschoß und seinen Klausen im Obergeschoß, war irgendwann vermietet und schließlich in den 80er Jahren an Privat verkauft worden. Der Bau war im Laufe der Jahre zahlreichen Renovierungssünden zum Opfer gefallen.
 
 
Dennoch war uns das enorme Potential das sich da bot bewusst, der damit verbundene Arbeitsaufwand nur teilweise! Jede Arbeit erwies sich mindestens doppelt so aufwändig als geplant und viele Maßnahmen ergaben sich erst während der Renovierungsarbeiten. Das Haus selbst zeigte uns den richtigen Weg:
 
 
Im Refektorium, dem ehemaligen Speisesaal der Mönche, fanden sich zum Beispiel unter 5 Farbschichten die alten lateinischen Inschriften, welche die Benediktiner noch heute vor dem Essen beten. Wir kratzten mühevoll die darüberliegenden Anstriche von der Wand, wuschen vorsichtig eine Schicht von Leimfarbe ab und brauchten Wochen, um die Wände an den Stellen, an denen unbekümmerte Elektriker den Putz zerstört hatten, wieder dem ursprünglichen Gesamtbild anzupassen.
 
 
Die größte Herausforderung brachte der ehemalige Kirchenraum mit sich: Der Rundbogen zur kleinen Kapelle mit Altar war zugemauert, der Boden mit uncharmantem Stein ausgelegt und im Laufe der Jahre hatte man Fenster von schlechter Qualität und falscher Optik ergänzt. Und dann gab es da noch den Erzählungen nach eine alte Kassettendecke, versteckt unter Schichten von Glaswolle, Nut- und Feder Brettern und Rigipsplatten, wie sich herausstellte. Zwei Jahre Überzeugungsarbeit musste ich leisten, um meinen Mann endlich dazu zu bewegen die vermeintlich intakte Decke zu öffnen und dem Geheimnis der alten Kassetten auf die Spur zu kommen. Als sich dann beim Aufbrechen der Decke eine ursprüngliche Kassette offenbarte, kamen mir fast die Tränen vor Freude, diese wurde allerdings getrübt, als sich herausstellte, dass der Rest der Kassetten brutal zwischen den tragenden Balken herausgesägt worden war. Während unsere Kinder schliefen, legten wir zahlreiche nächtliche Arbeitsschichten ein. Deckenplatten wurden hergerichtet, mit Hanfwolle isoliert und Schablonen für die Ornamente gefertigt. Bei 50 Deckenplatten war viel Geduld gefordert. Die Geduld hatte sich gelohnt, als wir in unserer Kapelle sogar die Taufe unseres kleinen Neffen im Familienkreise erlebten.
 
 
Die aus unserem ehemaligen Stadtdomizil mitgebrachten Möbel erwiesen sich im Klosterrefugium mit fast 500m² Wohnfläche als dürftig. Aber mit liebevoll aufbereiteten Möbeln aus alter Zeit war bald ein eigener Stil passend zum Ambiente dieses besonderen Ortes geschaffen. Mittlerweile wurde aus der Pflicht die Kür und das ehemalige Kloster mit den zahlreichen Raritäten und liebevollen Sammlungen zu neuem Leben erweckt, die man nun auch bei uns besehen und erwerben kann. Besonders die altmodische Küche mit ihrer großen Sammlung blauer Emaille hat schon fast Museumscharakter. Mit dem kleinen Unterschied, dass hier alle alten Teile genutzt und ins tägliche Leben einbezogen werden. Aus der großen Sammelleidenschaft hat sich seit 2009 ein kleines Geschäft entwickelt:
 
 
Saint Antique ! Genau das, was wir in unseren gesegneten historischen Räumen mit den vielen schönen Originalen für Haus und Garten aus alter Zeit, die alle eine Geschichte zu erzählen haben, vorleben, kann man nun als Location mieten, ausserdem bietet Nathaly ihr ausserordentliches Geschick für Arrangements und Wohndesign als Stylistin an.   
 
 
Wenn man im beschaulichen Klostergarten bei uns während einer Latte Macchiato von ein paar bettelnden Hühnern belästigt wird oder Pony Bommel seine Nase neugierig über die Schulter steckt, fühlt man sich tatsächlich wie im Paradies.
 
 
Und das, obwohl die Reise zu uns doch nur so kurz ist. NG/RG
 
 
 
 
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von Vistaprint